Mitdenken - Mitreden - Mitbestimmen

Im Forum Wattenwil aufgeschnappt...

Mit Elan ist unser Verein in das neue Jahrzehnt gestartet. Im Vorstand und in Arbeitsgruppen erarbeiten wir...


Antenne 5G in Wattenwil

Das sagt das Forum zur geplanten Antenne 5G in Wattenwil...


"Verkehrslärm und Stress"

Bericht vom Forum vom 7. November 2019...


Wattenwil im Gemeinderanking 2019 der "Weltwoche":

Super, ein schöner Sprung nach vorne! Wattenwil belegt nun Platz 598 von 928 Schweizer Gemeinden...


Projekt Gemeindefusion mit Pohlern und Forst-Längenbühl

"Wir sind halt (noch) keine attraktive Braut!"


Eine erste Bilanz

Noch ist das neue Jahr jung und unser Verein nicht einmal ein Jahr alt, und so Vieles ist schon geschehen...


Bericht von der Vereinsversammlung - Forum - vom 19. November 2018

Wir stellen unsere Aktivitäten vor und diskutieren mit Mitgliedern und Gästen...


Probleme auf der Schmittestrasse, Wohnen in der Brunismatt:

Die Schmittestrasse wird von (zu) vielen benutzt, was unweigerlich zu Problemen führt...


November 2017, Petition an Gemeinderat:

656 Personen haben die Petition für ein Gemeinde-Entwicklungskonzept unterschrieben...

Liebe Besucherinnen und Besucher dieser Website

In Gedanken sind wahrscheinlich auch Sie zur Zeit ziemlich weit weg von der Lokalpolitik, denn die Corona-Gefahr bedrückt uns alle. Irgendwann wird das Leben wieder einen ruhigeren Gang finden und der Entscheid zum unten dargelegten Thema mit seinen Fragen anstehen.

Bis dahin wünschen wir Ihnen allen eine gute Gesundheit und dass Sie und Ihre Familie wohlbehalten durch diese Krise kommen.


Bericht aus dem Forum vom 9. März 2020 zum Kauf des "Bären"-Areals durch die Einwohnergemeinde Wattenwil

Wie im Forum mehrfach anerkennend zu hören war, finden wir es positiv, wenn der Gemeinderat abklärt, ob in bestimmten Gebieten der Gemeinde Gestaltungsspielraum geschaffen werden könnte, wie eben auf dem "Bären"-Areal.

Andererseits hören wir seit Jahren, wie schlecht es um die Gemeindefinanzen steht. Wattenwil liegt am Schwanz des Gemeinde-Rankings in Bezug auf den Steuerfuss aller Schweizer Gemeinden mit über 2'000 Einwohnern. Darum stellen sich Fragen zum Kauf des "Bären"-Areals. Wir suchen Antworten, um uns vor bösen Überraschungen zu schützen!

Pleitegeier

  • Frage zur Prognose des Gemeinderates: Ertragsüberschuss von Fr. 115'000 pro Jahr aus der Gesamtliegenschaft (ohne Büroeinbau)
    Auf welcher Berechnungsgrundlage beruht dieser Betrag? Warum sollte die Besitzerin, Previs Vorsorge, ein derart rentables Objekt abstossen? Anhand der in der Gemeindeverwaltung öffentlich aufgelegten Dokumentation kann der Überschuss mangels Informationen nicht nachvollzogen werden (s. Botschaft in der Wattenwiler Post 01/2020, Seite 6).
  • Frage zum Sanierungsbedarf der beiden Mehrfamilienhäuser auf dem "Bären"-Areal
    Gemäss Verkehrswertgutachten der Dr. Meyer Immobilien AG, welches auf der Gemeindeverwaltung öffentlich aufgelegt ist, zeichnet sich in 5 - 10 Jahren eine Sanierung der Wohnungen ab (ohne Gewerbefläche). Diesen Kostenblock können wir in keiner Renditeberechnung zu finden. Warum?
  • Fragen zur Finanzierung
    Für den Kauf soll ein Festdarlehen von Fr. 4'900'000 zu 0,83 % Zins aufgenommen werden, rückzahlbar nach 20 Jahren. Warum diese Finanzierungsart? Sollte die Gemeinde in diesem Fall nebst jährlicher Zinszahlung von ca. Fr. 41'000 nicht auch jedes Jahr 1/20 d.h. Fr. 245'000 in ein Sperrkonto überweisen, damit sich jede Generation Steuerzahler*innen an der Rückzahlung des Darlehens beteiligt? Muss die Gemeinde Sicherheiten für dieses Festdarlehen leisten? Wie kann der Gemeinderat im Zusammenhang mit dem Kauf des "Bären"-Areals von einer Steuersenkung sprechen, wenn gemäss Wattenwiler Finanzplanung schon allein das Investitionsprogramm ab 2019 einen Bedarf von ca. Fr. 47'000'000 aufweist? (Steuersenkung: s. Botschaft in der Wattenwiler Post 01/2020, Seite 6. Finanzplan 2019-2024: Zu recht sind Kosten das "Bären"-Areal betreffend im Investitionsprogramm noch nicht enthalten, da der Kauf-Entscheid noch nicht gefällt ist.)
  • Fragen zum Einbau von Verwaltungsbüros im 1. und 2. Stock der "Bären"-Liegenschaft mit Gewerberäumen im Parterre
    Der Gemeinderat schreibt, dass der Einbau der Büros für die Gemeinde auf Fr. 161'000 pro Jahr zu stehen kommt. Die Sanierung des heutigen Gemeindehauses in der Vorgasse 1 kostet Fr. 89'000 pro Jahr. Warum zieht der Gemeinderat die teurere Variante vor? (s. Botschaft in der Wattenwiler Post 01/2020, Seite 6.) Wie hoch ist der Bedarf an Büros auf die Dauer? Muss die RegioBV nicht verkleinert werden, sobald der aktuelle Bauboom abflacht, oder rechnet der Gemeinderat wirklich damit, dass der Boom für immer anhält?
  • Bemerkung zu den Parkplätzen des "Bären"-Areals
    Sollten die Verwaltungsbüros umgesetzt werden, würde die Verwaltung von den zur Verfügung stehenden Plätzen bis zu deren 18 selber belegen (heutiger Stand im Oberdorf). Da Denner die Plätze zwischen den beiden Wohnhäusern besetzen wird, werden die Parkplätze für die verbleibenden Mieter auf jenseits der Kantonsstrasse verlegt. Entlang der Schmittestrasse soll ein Trottoir gebaut werden. Dazu muss Boden von heutigen Parkplätzen benutzt werden. Für die vom Gemeinderat angestrebte Gestaltung bleibt kaum eine nennenswerte Fläche übrig.
  • Frage zum Zeitpunkt des Kaufentscheides
    Warum muss der Kauf "Bären"-Areal noch dieses Jahr beschlossen werden? Ende Jahr finden Gemeindewahlen statt. Von den 7 Gemeinderatsmitgliedern, die am 1. Januar 2020 noch im Amt waren, treten mutmasslich deren 5, inklusive Gemeindepräsident, nicht mehr an. Dürfen wir dieses tiefgreifende Geschäft wirklich mit gutem Gewissen dem neuen Gemeinderat aufbürden, ohne dass er dazu etwas zu sagen hat?
  • Eine weitere Frage ist, wie sinnvoll ein Erwerb des "Bären"-Areals als "strategisches Objekt" ohne umfassendes Gemeinde-Entwicklungskonzept überhaupt ist.
  • Seit dem Forum vom 9. März müssen wir dieses Geschäft neu auch im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und ihren wirtschaftlichen Verwerfungen betrachten, welche unweigerlich den Stand der Wattenwiler Gemeindefinanzen negativ beeinflussen werden.

Fazit
Das Geschäft "Kauf Bären-Areal" überzeugt uns noch nicht. Wir führen unsere Nachforschungen und Überlegungen weiter. So rasch wie möglich berichten wir hier über die Ergebnisse.

Der Vorstand

25.03.2020